PeoPeo Blog Idee – und worum es hier wirklich geht

Mich beschäftigt schon länger eine einfache Frage: Warum fühlen sich viele Menschen erschöpft, obwohl das Leben objektiv betrachtet deutlich komfortabler geworden ist?

Wir haben Maschinen, die uns Arbeit abnehmen, wir können organisieren, planen, vieles automatisieren. Und trotzdem bleibt oft dieses Gefühl, den Aufgaben hinterherzulaufen. Nie ganz fertig zu werden. Immer bleibt etwas offen. Nicht nur im Job, sondern sogar in der Freizeit.

Mit der Zeit wurde mir klar, dass das Problem nicht nur an der Menge der Aufgaben liegt. Es hängt stärker damit zusammen, dass uns oft der Bezug verloren geht zu dem, was wirklich guttut und was im Moment tatsächlich wichtig ist.

Vom Essen zur größeren Frage

Der Einstieg bei PeoPeo war ursprünglich sehr konkret. Ernährung, vor allem die Idee, sich ursprünglicher zu ernähren, näher an dem, was der Mensch lange Zeit gewohnt war. Paleo-Ernährung – Essen wie in der Steinzeit. Das war auch sehr spannend, nicht als Trend, sondern als Versuch, den eigenen Körper besser zu verstehen und was zu erfahren was unserer Vorfahren aßen. Steinzeit trifft auf Moderne, aber eben nicht als starres Konzept.

Wenn Regeln zu eng werden

Je tiefer ich in das Thema eingestiegen bin, desto deutlicher wurde mir, wie schnell aus Ideen feste Regeln werden. Verbote, richtig oder falsch und Listen.

Am Ende stand dann wieder Unzufriedenheit, weil sich das im Alltag nicht dauerhaft und richtig perfekt umsetzen lässt. Hier holte mich der Anspruch an Perfektion ein.

Aber: Das Leben so auch mein Leben passt in kein Konzept. Hund, Stall, Familie, Arbeit, Tage einfach die anders laufen als geplant und das ist normal und der Alltag. Und genau an dem Punkt zeigt sich dann der Widerspruch. Wir wissen heute zwar viel, aber wir verlieren dabei oft das Gefühl dafür, was im Alltag wirklich trägt und wo wir herkommen und das ist im Grunde alles. Uns geht die Verbindung zum normalen natürlichen Rhythmus des Lebens verloren.

Natur ist kein Zusatz

Natur ist hier kein Hobby und kein Ausgleich für zwischendurch sondern sollte das NORMAL sein.

Licht, Dunkelheit, Bewegung, Ruhe, Jahreszeiten und einfache Nahrung haben den Menschen geprägt. Diese Grundlagen sind noch da, auch wenn der Alltag heute anders aussieht.

Es geht nicht darum, zurückzugehen. Es geht darum, wieder wahrzunehmen, was im Grunde schon vorhanden ist. Den natürlichen Rhythmus und wenn es schon nicht ständig geht dann hin und wieder um wieder ein Gefühl dafür zu bekommen.

Alltag statt Theorie

Ich selbst lebe auch ganz „normal“ im heutigen Alltag. Mit Smartphone, Technik und allem, was dazugehört. In letzter Zeit baue ich jedoch immer wieder bewusst Zeiten in der Natur ein. Bushcraft für Einsteiger. Draußen sein aber ohne Ziel. Einfach losgehen, Dinge beobachten, statt sie nur zu organisieren, den Wind spüren den Regen wahrnehmen und zwar nicht nur weil er die Brille verschmiert. Momente, die nicht sofort gefüllt werden müssen mit Aufgaben und Gedanken an kommende Arbeiten.

Was von früher geblieben ist

Mit den Jahren fällt mir selbst wieder immer stärker auf, wie viel Wissen früher selbstverständlich war.

Meine Oma wusste, welche Pflanzen vor der Haustür wachsen, wie man Lebensmittel haltbar macht und wie man mit den Jahreszeiten lebt. Heute wird vieles einfach weggeworfen. Früher durfte nicht einmal ein Stück Papier auf den Boden fallen, heute entstehen an vielen Stellen achtlos Müllplätze.

Zum Beispiel das Dörren und Fermentieren waren früher Alltagsgeschäfte um nichts verkommen zu lassen. Genau dort setzt dieser Blog an.

Worum es bei PeoPeo geht

PeoPeo ist kein Ratgeber und kein Programm.

Hier verbinden sich Alltag, Natur und das, was wir daraus machen. Ernährung ohne starre Regeln, Bewegung ohne ständiges Optimieren, Zeit draußen, die nicht durchgeplant ist. Dazu kommt Wissen, das nie wirklich verschwunden ist, sondern einfach aus dem Blick geraten ist.

Auf diesem Blog geht es nicht darum, alles umzukrempeln. Das funktioniert im echten Leben ohnehin selten. Viel näher liegt es, genauer hinzuschauen, wieder wahrzunehmen und dann selbst zu entscheiden, was du anders machen willst und was genauso bleiben kann.

Von Petra